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Pressespiegel
Wann und wo wurde etwas über das CSN und die veranstaltungen vom CSN geschrieben.

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Der Tagesspiegel |
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Veranstaltung: Berufsinformation für Geistes- und Sozialwissenschaftler
07.12.2008 |
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www.casebo.de |
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Homo Ökonomicus: Studierende suchen den Spagat zwischen Elfenbeinturm und Bankenhochhaus
31.10.2003 |
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Die Zeit |
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Ein Netz für Kopfarbeiter
10.05.2001 |
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Die Welt |
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Gesucht: Geisteswissenschaftler
27.01.2001 |
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Audimax |
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Fit fürs Praktikum
31.10.2000 |
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tip |
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Du kannst was, du bist was
28.09.2000 |

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Homo Ökonomicus: Studierende suchen den Spagat zwischen Elfenbeinturm und Bankenhochhaus
An harte Stühle hat sich Andreas inzwischen gewöhnt. Erst im Hörsaal der Universität Bonn und später auf den Bänken des Arbeitsamtes. Denn obwohl er seine Magisterarbeit über die Westintegration Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg mit Bravour abgeschlossen hatte, steht der 28jährige Politologe nun auf der Strasse und sucht seit 10 Monaten erfolglos nach einem Job. Wie ihm ergeht es aktuell zehntausenden Absolventen der unterschiedlichsten Fächer. Vorbei sind die Boom-Zeiten, in denen Informatiker aus dem Hörsaal weg angestellt und vorbei die Campus-Messen, auf denen BWLer mit Jobangeboten geradezu bombardiert wurden. Mit dem Kollaps der New Economy brachen für viele Studierende auch die Pläne eines problemlosen und einfachen Berufseinstiegs mit Traumgehältern in sich zusammen.
Mit mehr als 150.000 Betroffenen lag die Arbeitslosenquote für Akademiker Anfang 2003 bei über 6 %, gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der arbeitslosen Hochschulabsolventen damit um knapp ein Viertel. Am härtesten traf es dabei IT-Experten und Informatiker, deren Stellenangebote um 44,2 Prozent einbrachen und einzig Studierende typischer Mangelfächer wie Ingenieurswissenschaften oder Mathematik erleben aktuell noch einen problemlosen Wechsel vom Studium zum Beruf. Entsprechend schlecht ist die Stimmung unter den meisten Studierenden. „Nach meinem Abitur hiess es, mit einem guten Studium sei mir ein Job so gut wie sicher“, erinnert sich Andreas. Dass dem nicht zwangsweise so ist, spürt der gebürtige Koblenzer jetzt am eigenen Leibe und auch Charlotte Lauer, Forscherin am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, hält diese Faustregel für eine falsche Vorstellung. Sie untersuchte im Rahmen einer Studie den Zusammenhang zwischen Bildungsabschluss und Sicherheit des Arbeitsplatzes und kam zu einem überraschenden Ergebnis: Praxisnahe Ausbildung sichere den Arbeitsplatz besser als ein akademischer Abschluss.
Dass Diplome deshalb nutzlos seien, dagegen verwehrt sich die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin indes. Ganz im Gegenteil stellte sie fest: „Die Leute mit einer praktischen Ausbildung, zum Beispiel mit einer Lehre oder vor allem einem Meisterabschluss, sind am besten abgesichert, nicht in Arbeitslosigkeit zu geraten. Wenn die Leute aber schon arbeitslos sind, dann ist ein Hochschulabschluss besser.“ Entscheidend sei aber auch hier, schon früh praktische Erfahrung zu sammeln. Diese Einschätzung teilt auch Andreas Paschedag an der Universität Göttingen. Er wies in einem Plädoyer für ein interessegeleitetes und praxisorientiertes Studieren darauf hin, dass „vor allem die Erkenntnis wichtig sei, mit der Wahl des Studienfaches keine Entscheidung für den späteren Beruf, sondern eher für eine berufliche Richtung“ getroffen zu haben. Jedes gut absolvierte Studium, so Paschedag, eröffne nämlich vielfältige berufliche Möglichkeiten, die Studierenden auf den ersten Blick verborgen blieben. Es gelte deshalb, aus dem Elfenbeinturm des eigenen Faches auszubrechen. „Naturwissenschaftler sollen vorzugsweise juristisches und ökonomisches Wissen mitbringen. In den Wirtschaftswissenschaften gehören umfassende Fremdsprachenkenntnisse mittlerweile zum Standard“, so der junge Autor und ergänzt: “Gerade Geisteswissenschaftler täten gut daran, Kenntnisse in betriebswirtschaftlichen Dingen und EDV zu sammeln."
Zahlreiche Universitäten im Ausland haben diese Notwendigkeit bereits vor Jahren erkannt. In angelsächsischen Ländern blicken universitäre Institutionen, die sich der engeren Verknüpfung von Studium und Praxis und der Vorbereitung ihrer Studierenden auf ein Arbeitsleben nach der Uni verpflichtet fühlen, auf eine zwanzigjährige Geschichte zurück und selbst in Deutschland wurden die ersten „Career Services“ nun bereits vor 10 Jahre gegründet. Ziel der Einrichtungen hier: Die Unterstützung Studierender und Absolventen bei ihrer beruflichen Planung. Wo die Hochschulen dabei versagen oder nur unzureichende Angebote offerieren, springen immer häufiger auch Studierende in die Bresche.
Eine der aktivsten Gruppierungen dieser Art ist das Career Service Network an der Freien Uni Berlin. Im Februar 2000 gegründet, hatte sich die Gruppe zum Ziel gesetzt, ein Netzwerk aus wirtschafts- orientierten Geistes- und Sozialwissenschaftlern und Partner-Unternehmen zu schaffen, über das Studierende beim Erwerb von praktischen Fähigkeiten durch Workshops, Beratungen sowie theoretischer und praktischer Hilfe bei der Bewerbungen um Praktika und Jobs unterstützt werden sollten. Eine Initiative, die schnell Unterstützung fand: Sogar DIE ZEIT stellte sich als Partner zur Verfügung und im Pressebereich der CSN-Webseite stapeln sich positive Zeitungsartikel. Während sich die Berliner Studenten, von Absolventen des Career Service der Freien Universität initiiert, noch mit Hilfe prominenter Partner entwickeln konnte, wählten Studierende der Universität Bonn einen etwas anderen Weg: Den über die Studentische Selbstverwaltung und den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA).
Mit dem Wintersemester 2003/2004 nimmt nämlich auch an der Universität Bonn ein Career Service seine Arbeit auf, der seinen grossen Vorbildern in Münster, Berlin oder Konstanz schon bald in nichts nachstehen möchte. CaSeBo (Career Service Bonn), wie sich die Einrichtung selbstbewusst benannt hat, stösst damit nicht nur bei Studierenden auf offene Ohren. Auch die Universitätsverwaltung sieht die Entwicklungen der Studierenden mit Freude. Dr. Martina Krechel, Leiterin des Dezernat 8 für Transfer und Öffentlichkeitsarbeit, erweitert bereits seit geraumer Zeit das Programm von IQU (Information, Qualifikation und Unternehmensgründung) um Career Service Elemente. „Auch die Universität arbeitet intensiv an einem Career Center Konzept und ist dabei darum bemüht, die unterschiedlichen, bereits bestehenden Initiativen sinnvoll zusammenzuführen“, so Dr. Krechel. Wichtig dabei sei es vor allem, keine Konkurrenz im eigenen Hause zu schaffen und nicht aneinander vorbei zu planen. Das wollen indes auch die Studierenden von CaSeBo nicht: An runden Tischen informieren sich Career Service, Dezernat, Alumni-Club und Zentrale Studienberatung gegenseitig über ihre Fortschritte und Arbeitspläne und versuchen, die zahlreichen Termine im Semester unter einen Hut zu bringen.
Trotz akuter Personal- und Finanzmängel machen die Pläne des Service für das nächste Semester einen guten Eindruck: „Business Talks“ (Vorträge von Unternehmen zu Berufsfeldern), Schnuppertage in Firmen und Institutionen oder Seminare zu „erfolgreichem Bewerben, Projektmanagement oder professioneller Gruppenarbeit“ sind nur einige der geplanten Veranstaltungen. An interessierten Unternehmen mangelt es dabei nicht: Von Caesar und Assego bis hin zu Microsoft und Telekom reicht die Liste der potentiellen Unterstützer. Für Philipp Eckardt, Verantwortlicher für den Career Service und Öffentlichkeitsreferent des AStA, ist das Ziel deshalb klar: „Wir wollen möglichst schnell zentraler und kompetenter Ansprechpartner in allen Fragen rund um Praxis und Studium für Unternehmen und Studierende werden. Bisher läuft hier an der Uni so ziemlich alles, von der Jobbörse bis zum Rhetorikseminar, an ’zig verschiedenen Stellen… meist, ohne von der anderen zu wissen. Das verwirrt sowohl Studierende als auch Arbeitgeber.“ Alle Aufgaben an sich reissen will CaSeBo freilich nicht: „Dafür haben wir weder die Ressourcen noch wollen wir das überhaupt. Wir sehen uns vielmehr als eine Art Schaltzentrale, an der die verschiedenen Angebote gebündelt, ergänzt und publiziert werden sollen.“ Eine gemeinsame Termindatenbank, Job- und Praktikabörsen und eine Diplomarbeitenvergabe sollen daher mit die ersten Aufgaben des Career Service sein.
Für Andreas kommt dieses Angebot leider etwas spät. Er überlegt sich jetzt, doch noch zu promovieren. „Besser als im Amt zu hängen ist das ja allemal und zumindest einen Studentenjobs bekommt man leichter als einen festen Arbeitsvertrag. Vielleicht läuft die Wirtschaft ja besser, wenn ich meinen Doktor in der Tasche habe“, hofft er. Und will sich bis dahin noch mal informieren, wie er seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen kann: „Ein paar Zertifikate wären für die Bewerbungsmappe ja gar nicht schlecht. Wenn der Career Service das bietet, bin ich mit dabei.“ Glück für Andreas: Die meisten Seminare werden von Experten abgehalten, die selbst schon jahrelange Erfahrungen im Personalwesen gesammelt haben… und in ihrer Referentenfunktion sogar offizielle Zertifikate vergeben dürfen. Keine schlechte Vorbereitung für eine Bewerbung.
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