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Pressespiegel
Wann und wo wurde etwas über das CSN und die veranstaltungen vom CSN geschrieben.

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Der Tagesspiegel |
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Veranstaltung: Berufsinformation für Geistes- und Sozialwissenschaftler
07.12.2008 |
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www.casebo.de |
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Homo Ökonomicus: Studierende suchen den Spagat zwischen Elfenbeinturm und Bankenhochhaus
31.10.2003 |
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FU Berlin - Newsletter |
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Denk nicht, es ist brotlos
20.09.2002 |
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Die Zeit |
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Ein Netz für Kopfarbeiter
10.05.2001 |
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Die Welt |
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Gesucht: Geisteswissenschaftler
27.01.2001 |
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Audimax |
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Fit fürs Praktikum
31.10.2000 |
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tip |
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Du kannst was, du bist was
28.09.2000 |

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Denk nicht, es ist brotlos
Die Nachteile von gestern sind die Vorteile von morgen - das Career Service Network hilft Geisteswissenschaftlern beim Perspektivwechsel
von Marijan Kojic
Einmal monatlich im Semester informiert die studentische Initiative "Career Service Network" über Tätigkeitsfelder wie Kulturmanagement, Personalwesen, Wissensmanagement oder Geisteswissenschaftler als Existenzgründer. Mit Motivation, Information und Qualifikation sollen die Studierenden der geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächer beim Übergang vom Studium in den Beruf unterstützt werden.
Viele Studierende erleben die losen Strukturen und die Vielzahl der inhaltlichen Herangehensweisen in den Geisteswissenschaften als große Verunsicherung. Das hemmt. Welches Wissen produziert eine Wissenschaft wie Germanistik? Was wird da erkannt? Die Frage nach der Legitimation des geisteswissenschaftlichen Studienfachs stellt sich nicht nur außerhalb der Universität. Auch innerhalb der Fachbereiche existieren viele unterschiedliche Vorstellungen von Zweck und Methode solcher Disziplinen. Gemeinsames Merkmal vieler Studierender ist ein eklatanter Mangel an Selbstbewusstsein. Das vermeintliche Taxifahrerschicksal drückt aufs Gemüt. Doch mit der Vielzahl der Perspektiven umgehen zu können, ist wahrscheinlich eine der größten Stärken eines solchen Studiums, und die Beschäftigung mit geisteswissenschaftlichen Inhalten verleiht den Studierenden Kompetenzen, die auf dem Arbeitsmarkt Konjunktur haben: Präsentations- und Ausdrucksfähigkeit oder analytische und konzeptionelle Fertigkeiten.
Reflektiert man jedoch in Seminaren die angewandten Methoden nur unzureichend und lernt nicht die eigene Position zu artikulieren, verkehrt sich die vermeintliche Stärke in das Erleben von Beliebigkeit. Das wirkt demotivierend.
Wozu aber noch die Teilnahme an einem Kommunikationsworkshop, wo doch in den "Laberfächern" das Debattieren bereits zur Genüge eingeübt wird? "Kommunikation steht im Arbeitsleben unter viel größerem Druck, schnell zu einem Ergebnis kommen zu müssen", erläutert die CSN-Trainerin Christine Gockel einen von vielen Unterschieden zwischen Seminarsituation und beruflichem Alltag.
Senior-Junior-Prinzip
Das Career Service Network (CSN) ist eine Initiative von Studierenden geistes- und sozialwissenschaftlicher Fächer. Für die Mitglieder baut der Verein ein Netzwerk aus Absolventen, Unternehmen und Studierenden auf und schafft das so dringend benötigte "Vitamin B"- sprich: Beziehungen. Im Kultur- und Medienbereich werden freie Stellen selten über eine Anzeige im Stellenmarkt besetzt. Da ist es hilfreich, wenn die CSN-Mitglieder die Alumni des Vereins direkt ansprechen können. So entsteht ein Netzwerk.
Das klassische Senior-Junior-Prinzip war die leitende Idee, als sich das Netzwerk im Februar 2000 an der FU konstituierte. Es ging hervor aus dem zweisemestrigen Praxisprogramm des CareerService der FU, wo die Studierenden BWL-Kenntnisse, Office-Anwendungen und Schlüsselqualifikationen wie Präsentationstechniken oder Konfliktmanagement lernten. Lerneffekt Nummer Eins: "Wir haben gelernt, dass man in Teams, deren Mitglieder aus verschiedenen Studiengängen kommen, sehr gut und effektiv zusammenarbeiten kann", schwärmt CSN-Mitbegründer Tim Görts. "Wir waren keine Einzelkämpfer mehr, die einzelne Aufgaben erledigten, sondern wir suchten gemeinsam nach Lösungen." Diese Erfahrung wollte man auch über das Ende des Pilotprojekts des CareerService hinwegretten, weiter davon profitieren und an andere weitergeben. Das CSN war geboren.
Doch nicht nur als Vorbereitung aufs Berufsleben sind die Workshops des CSN hilfreich, wie manche Teilnehmer erstaunt feststellten: "Einige Techniken aus dem Projektmanagement-Seminar haben mir direkt im Studium geholfen, nämlich meine Vorhaben für ein Semester realistischer zu planen und mehr Sachen zum Abschluss zu bringen", berichtet etwa CSN-Vorstandsmitglied Anne-Katrin Bicher.
Über sich selbst Bescheid wissen
In übervollen Seminaren, in denen das Feedback für den Einzelnen wegfällt, können die grundlegenden Kompetenzen nur ungenügend ausgebildet werden. Hier setzt das CSN mit Seminaren und Workshops an. Trainer aus Partnerunternehmen wie der MLP Finanzdienstleistungen AG oder studentische Trainerinnen aus den Reihen des CSN vermitteln Kenntnisse und Fertigkeiten wie Rhetorik, Interkulturelle Kommunikation, Zeit- und Projektmanagement.
In den Informationsveranstaltungen stellen Gäste mit geistes- oder sozialwissenschaftlichem Studienabschluss unterschiedliche Seiten und Positionen innerhalb einer Branche vor: Geschäftsführer und Berufsanfänger berichten gleichermaßen über ihre Erfahrungen. Im Mittelpunkt steht aber nicht die Darstellung der Unternehmen, sondern die einzelnen Berufsbiografien. Deshalb werden nicht nur Überflieger vorgestellt, sondern auch Leute, die über Umwege oder nach langer Durststrecke zu ihrem Beruf gelangt sind. Manche Lebensläufe zeigen Brüche, Lücken und vieles andere, was in Stellenanzeigen nicht vorkommt.
Der Ex-Langzeitstudent tritt als heutiger Geschäftsführer einer großen PR-Agentur beim CSN auf, und die ehemalige Programmleiterin des Berliner Haus der Kulturen der Welt Dr. Sabine Vogel erzählt: "Ich war mit der Uni fertig und konnte nichts. Ich war nach meiner Dissertation zwei Jahre lang promovierte Serviererin." Solche Eindrücke nehmen die Angst, es sowieso nicht zu schaffen und vermindern das Gefühl, den Arbeitgeber-Vorstellungen von einem idealen Lebenslauf von vornherein nicht zu entsprechen.
Auf den kommt es nicht immer in der Form an, wie viele Studierende immer noch vermuten. Viele Referenten beim CSN betonen in ihren Vorträgen, dass Persönlichkeitsprofil und Selbstaufgeklärtheit oft wichtiger sind als rein formale Kriterien. Man muss über sich selbst Bescheid wissen. Sonst landet man an der falschen Stelle.
Der Bestsellerautor Douglas Coupland sagte in einem Interview im Jugendmagazin (Heft 8/2002) der Süddeutschen Zeitung "Jetzt": "Wenn du Vögel magst, studier' Vogelkunde, gründe Vogel-dot-com. Trau dich. Denk nicht, es ist zu schwierig. Denk nicht, es ist zu peinlich. Denk nicht, es ist nicht standesgemäß. Denk nicht, es ist brotlos."
Marijan Kojic ist einer der Mitbegünder des CNS. Er studiert Neuere Deutsche Literatur, Philosophie und Politikwissenschaft an der FU.
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